Ich bin überzeugt, dass es bei der Natur- und Landschaftsfotografie weniger auf die verwendete Marke bzw. auf das verwendete System ankommt, als vielmehr auf die Begabung ansprechende Lichtsituationen zu erkennen und diese auf den Film bzw. Sensor zu bannen. Zudem ist es ausschlaggebend, ob Werkzeuge wie ein Polarisationsfilter, Grauverlaufsfilter, Graufilter, Stativ oder Fernauslöser verwendet werden. Meine Landschafts-Bilder sehen manchmal farbintensiv, fast schon unreal aus. Hierbei möchte ich betonen, dass für mich die Kamera (Blende, Verschlusszeit, Objektiv) und die soeben erwähnten Werkzeuge als Hilfsmittel gelten. Die RAW-Bearbeitung ist für mich ein wichtiger Arbeitsschritt, jedoch schließe ich übertriebene Nachbearbeitung am Computer oder gar Bildmanipulation aus!
Meine Bilder zeigen meist einen Vorder-, Mittel-, und Hintergrund, was zu einer Dreidimensionalität führt. Es versteht sich von selbst, dass die Wahl des Standortes von hoher Bedeutung ist, wobei ein paar Zentimeter oft eine entscheidende Rolle spielen. Störendes soll ausgeklammert werden und der Bildaufbau einer ansprechenden Ästhetik genügen.
Mehrere Jahre arbeitete ich mit dem digitalen Vollformat-System von Nikon. Als im Jahr 2012 die Nikon D800E mit damals unglaublichen 36Mpx erschien, entsprach dies einer kleinen Revolution im Kamera-Markt. Insbesondere die 24mm Tilt/Shift-Linse von Nikon hatte es mir damals angetan. Eine Linse, die mir half ein höheres fotografisches Level zu erreichen.
Im Jahr 2019 wechselte ich auf das digitale Mittelformat, um meine Qualitätsansprüche gerecht zu werden. Das Mittelformat-System von Fuji übertrifft durch den deutlich größeren Sensor das ohnehin bereits gute Vollformat-System. An der Fujifilm GFX 50R gefällt mir, dass trotz einer kleinen und leichten Bauweise eine sehr hohe Bild-Qualität erreicht wird.