Mit der Landschaftsfotografie verwirkliche ich mir meinen Wunsch, faszinierende Naturlandschaften von ihrer innigsten Seite zu fotografieren. Hierbei meine ich keineswegs ausschließlich große Landschaften in Patagonien, in den Alpen oder in Skandinavien, sondern auch den kleinen Bach im Forst von nebenan. Unbestritten zählt die Landschaftsfotografie zu den populärsten Genres der Lichtbildnerei. Und gerade weil es viele Fotografen gibt, die sich der Landschaft widmen, ist es schwierig, sich auf diesem Gebiet durchzusetzen. Schlussendlich geht es mir nicht anders als anderen Fotografen: Ich versuche mich von der Masse abzuheben. In meinem Fall durch kreatives Wirken in der Landschaftsfotografie. Es ist meine Leidenschaft, die Atmosphäre eines Ortes wahrzunehmen und daraus Landschaftsbilder zu inszenieren. Als künstlerischer Fotograf interessiert mich die Ästhetik im fertigen Bild. Welche Elemente muss das fertige Bild beinhalten, damit beim Betrachter Emotionen ausgelöst werden? Es ist eine Verschmelzung von einem ausgefallenen Motiv, hervorragendem Licht und einer gelungenen Komposition. Für mich ist die Landschaftsfotografie eine Disziplin, die „Abenteuer, Technologie, Sport sowie kreatives Schaffen“ zu einem Ganzen vereint. Mit meinen Landschaftsbildern versuche ich Betrachterinnen und Betrachter für den Naturschutz bzw. für die Natur zu sensibilisieren, denn dass wir selbst im 21. Jahrhundert solche Naturschönheiten vorfinden ist alles andere als selbstverständlich. Es sind Landschaftsaufnahmen die schützenswerte und zum Teil auch geschützte Natur-Gegenden zeigen. Und die hoffentlich auch noch für andere Generationen bestehen bleiben.
Fokus
Landschaftsfotografie
Es geht mir bei der Landschaftsfotografie um die persönliche Herausforderung und das ganze „Drumherum“. Landschaftsfotografie beginnt nicht, wenn ich bei einem Sonnenuntergang auf den Auslöser drücke, sondern längst Tage zuvor bei der ausführlichen Planung. Wie lange dauert die Foto-Tour und wie viel soll ich in meinen Rucksack packen? Welches Foto-Equipment? Proviant? Landschaftsfotografie erfordert eine ausführliche Vorrecherche. Wo wird die Sonne aufgehen und wo geht sie unter? Wo soll ich am Morgen und wo soll ich am Abend fotografieren? Was erwartet mich im Terrain? Gibt es einen Wald, einen See oder einen auffälligen Berggipfel, der sich als markanter Hintergrund in der Komposition anbietet? Zu welcher Jahreszeit soll ich welche Gebiete ablichten? Landschaftsfotografie ergänzt sich mit der Reisefotografie. Ich reise in andere Länder und Regionen um neben Naturlandschaften auch andere Kulturen kennenzulernen. Wie leben Menschen in abgelegenen Tälern der Alpen oder in fernen Ländern? Welchen Dialekt oder welche Sprache sprechen sie? All das finde ich spannend, weshalb ich auf Reisen neben Naturlandschaften auch Menschen und ihre Bauwerke fotografiere. Eine gute Planung erhöht die Bildausbeute, jedoch führt erst der Moment vor Ort zum gelungenen Bild, etwa mit einer unerwarteten Lichtstimmung oder mit einer einzigartigen Wolkenformation. Solche hervorragenden Lichtmomente zu Gesicht zu bekommen und zu fotografieren, ist teilweise planbar, aber wie sich die Szene wirklich entfalten wird, stellt sich erst im Terrain heraus. Und gerade diese unerwarteten, spannenden Momente reizen mich. Sie motivieren mich, eindrucksvolle Augenblicke nochmals aufzusuchen, um erneut einmalige Szenen einzufangen. Fotografie ist für mich ein kunstvoller Kreislauf, der mich hoffentlich auch zukünftig zu den schönsten Regionen der Welt führt.
Herzlich grüßt, Markus Thek